Am Skiprojekt nehmen seit jeher Schülerinnen und Schüler Klassen- und Jahrgangsübergreifend der Stufen 8-11 teil. Mit der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium können seit 2008 die 11. Klassen leider nicht mehr teilnehmen. In dem einwöchigen Projekt, sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für sich, die Mitschüler und die Natur zu übernehmen und natürlich in Gruppen von acht bis zwölf Personen Ski fahren. Die Älteren sind dabei besonders in der sozialen Verantwortung, da sie als Vorbilder für die Jüngeren Schüler gelten. Ob beim Tischdienst oder den gemeinsamen Spieleabenden, die Gemeinschaft steht immer im Vordergrund.

Die Besonderheit ist natürlich der Skilauf. Neben einer attraktiven Sportart, zeigt sich gerade hier, wer für den anderen da ist und das es in der Gemeinschaft nicht nur mehr Freude bereitet, sondern dass es zu einem besonderen Erlebnis wird, wenn man spürt, dass man sich auf den anderen verlassen kann. Sei es beim Warten bis alle im Ziel sind, wenn man sich bei Stürzen gegenseitig wieder auf die Beine hilft oder wenn es der Austausch beim Abendessen über das zuvor Erlebte ist. Dies ist etwas ganz besonderes, was die Schüler in dieser Intensität nur beim Skilauf erfahren können.

Neben dem Gruppenerlebnis geht es beim Skiprojekt auch darum, innere Widerstände zu überwinden und die individuelle Frustrationstoleranz mindestens zu spüren, wenn nicht zu erhöhen. Wer schon mal bei -16 Grad Celsius und Schneesturm auf 2000 m Höhe stand, weiß, was das heißt.

Das Skifahren wird bei uns auf snowblades erlernt. Diese 120 cm langen Sportgeräte ermöglichen es dem Anfänger schon nach kurzer Zeit (i.d.R.  zwei Tage), Kurven mit paraller Skiführung zu fahren. Dies war bis zum Aufkommen der Carving Ski in der Mitte der neunziger Jahre undenkbar und hat das Erlernen des Skifahrens enorm erleichtert.

Neuerdings erfolgt während des Skiprojekts kein Skiwechsel mehr. Bis 2009 haben wir die Kurzski nach drei Tagen mit Normalski getauscht. Wir sind von diesem Konzept abgewichen, da wir jetzt längere Kurzski mit Auslösebindung geliehen haben (der Unterschied also noch einmal geringer ist zum Normalski) und wir so die Möglichkeit haben, drei Tage in Vals und drei Tage auf der Plose Ski zu laufen. Dies kommt sowohl den Anfängern als auch den Fortgeschrittenen entgegen. Traditionell fahren dann, gewissermaßen als „Reifeprüfung“, am letzten Tag die Anfänger mit den Fortgeschrittenen zusammen, bevor es dann am Freitag auf die 15 stündige Heimreise geht und wir am frühen Samstag morgen in Hamburg wieder ankommen.

P. Hinrichsen

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